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Die perfekte Pferdehecke: Die richtigen Pflanzen bieten auf Ihrer Pferdeweide eine Oase für Pferd, Reiter und Insekten

Die perfekte Pferdehecke: Die richtigen Pflanzen bieten auf Ihrer Pferdeweide eine Oase für Pferd, Reiter und Insekten

Die richtigen Pflanzen bieten auf Ihrer Koppel eine Oase für Pferd, Reiter, Vögel und Insekten. Wenn Sie eine Pferdeweide gestalten möchten, ist es wichtig, dass Sie auch an die Umgebung denken. Eine gut gestaltete Hecke rund um die Koppel kann nicht nur Schutz und Privatsphäre bieten, sondern auch einen ästhetischen Rahmen für Ihre Pferde schaffen. In diesem Blogartikel stellen wir Pflanzen vor, die ideal für eine Pferdehecke geeignet sind und geben zusätzlich Tipps zur Pflanzung. Die genannten Pflanzen sind alle nicht giftig für Pferde, schnellwachsend und pflegeleicht!

Auswahl für geschnittene Hecken:

1. Feldahorn (Acer campestre)

Feldahorn ist eine beliebte Wahl für Pferdehecken. Diese schnellwachsende Pflanze bietet nicht nur Windschutz, sondern bildet auch einen dichten Wall gegen neugierige Blicke. Feldahorn wächst schnell und lässt sich leicht in die gewünschte Form schneiden. Aufgrund der Wuchsform eignet sich der Feldahorn auch gut für höhere Hecken.

Der optimale Abstand zwischen den Ahornpflanzen beträgt etwa 30 bis 50 cm, je nach gewünschter Dichte der Hecke. Für eine 100 Meter lange Hecke benötigen Sie daher ungefähr 200 bis 300 Pflanzen.

2. Weißdorn (Crataegus monogyna)

Der Weißdorn ist eine weitere ausgezeichnete Wahl für eine Pferdehecke. Er ist schnellwachsend, schnittverträglich, winterhart und robust. Durch die Dornen hält der Weißdorn auch gut den einen oder anderen ungewünschten Besucher fern. Er ist geeignet für Hecken zwischen 60 cm – bis 2 mHöhe und bietet Bienen und Vögel Nahrung.

Der Abstand zwischen den Hainbuchen sollte etwa 30 bis 40 cm betragen um eine dichte Hecke zu erreichen. Für 100 Meter Hecke werden etwa 200 - 300 Pflanzen benötigt. Hier empfiehlt es sich, Topfpflanzen zu verwenden, um ein besseres Anwachsen zu gewährleisten. Bei guten Böden kann allerdings auch die Wurzelware verwendet werden.

3. Feuerdorn (Pyracantha in Sorten):

Der Feuerdorn ist ein immergrüner Strauch, der sich auch hervorragend für eine Pferdehecke eignet. Er wächst relativ kompakt und bildet geschnitten eine undurchsichtige Hecke. Feuerdorn eignet sich für Hecken von 50 cm bis 1,5 m Höhe. Ein Abstand von etwa 40 bis 60 cm zwischen den Feuerdornpflanzen ist angemessen, um eine schöne Hecke zu erhalten. Für eine 100 Meter lange Hecke benötigen Sie etwa 160 bis 250 Pflanzen. Durch die Verwendung verschiedener Sorten könne schöne Effekte durch den Beerenschmuck erreicht werden. Feuerdorn gibt es mit roten, orangen oder gelben Beeren. Als immergrüne Pflanzen steht der Feuerdorn nur als Topfpflanze zur Verfügung.

Auswahl für ungeschnittene bzw. freiwachsende Hecken:

Selbstverständlich können alle oben aufgeführten Pflanzen auch für eine freiwachsende Hecke verwendet werden. Allerdings benötigt eine freiwachsende Hecke mehr Platz als eine geschnittene Hecke. Der ideale Abstand beträgt daher ca. 75 cm bis 1 m. Aus ökologischen Gründen empfehlen wir die Verwendung mehrerer Sorten die dann als 3er oder 5er Gruppe gepflanzt werden. Eine Zusammenstellung mit verschiedenen Sorten finden Sie in unserem Shop unter dem Suchvermerk Pferdehecke.

Zusätzlich stehen noch folgende einheimische Wildgehölze zur Verwendung für Pferdehecken als Wind- und Sichtschutz zur Verfügung.

1. Weide (Salix caprea/aurita/purpurea/viminalis etc.)

Alle Weidenarten sind laubabwerfend, robust und schnellwachsend. Entsprechend der einzelnen Sorten eigenen sich diese auch gut als Bienennährgehölz, so zum Beispiel die Salweide. Die Purpurweide wiederum ist bei Vögeln beliebt, Den besonderen Reiz bilden die Weidenkätzchen zur Osterzeit.

2. Haselnuss (Corylus avellana)

Die Haselnuss bildet bis zu 6 m hohe Hecken. Ihren Reiz machen die Blütenkätzchen aus die sich im Frühjahr bilden. Zusätzlich können die Haselnüsse natürlich auch geerntet und verarbeitet werden; oder Sie lassen die Nüsse einfach als Nahrung für die Eichhörnchen oder Singvögel hängen.

3. Schlehe (Prunus spinosa)

Die Schlehe besticht durch ihre weißen Blüten die im Frühjahr mit zu den Sträuchern gehören die als erstes blühen. Die Früchte können nach dem Frost geerntet und verarbeitet werden oder dienen den Vögel als Nahrung für den Winter.

4. Schwarzer Holunder (Sambucus nigra):

Der schwarze Holunder als Pioniergehölz kommt auch auf schlechteren Standorten zurecht. Er kann bis zu 5 m hoch werden. Sowohl die Blütenstände als auch die Früchte können vielfältig verarbeitet werden.

5. Hunds-Rose und andere Wildrosen (Rosa canina etc.)

Die geeigneten Wildrosensortimente werden zwischen 2 bis 4 m hoch. Die Blütenfarben gehen dabei von reinweiß bis rosa und die Blüten werden gerne von Bienen besucht. Ein Beispiel ist die Hundsrose.

Die Hagebutten-Früchte können in der Regel alle verarbeitet werden oder dienen unseren Vogelarten als Winternahrung. Als fast stachellose Alternative steht die die Tausendblüttige Rose (Rosa multiflora) zur Verfügung, die zudem auch stark duftend ist.

6. Wildapfel (Malus communis syn. sylvestris)

Der Wildapfel wächst eher strauchförmig und kann eine Höhe zwischen 4 – 6 Meter erreichen. Die weiß-rosafarbenen Blüten die im Frühjahr erscheinen sind eine ideale Nahrung für Bienen. Im Herbst trägt der Wildapfel zahlreiche eher kleine bis mittelgroße Früchte. Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe sind diese eher weniger für den menschlichen Verzehr geeignet, aber die einheimischen Singvögel schätzen sie sehr als Nahrungsquelle.

7. Roter Hartriegel ( Cornus sanguineum)

Der rote Hartriegel, auch gemeiner Hartriegel genannt, bildet einen dichten Strauch mit einer Höhe bis zu 4 Meter Höhe. Sein Reiz liegt bei der besonderen rötlichen Rindenfärbung an den jüngeren Trieben. Im Herbst bildet er eine reizvolle rötliche Herbstfärbung aus die im schönen Kontrast zu anderen Sträuchern steht. Die Blüte ist weiß. Die im September reifenden schwarzen Früchte sind für den Menschen ungenießbar stellen aber für die meisten Singvogelarten eine Delikatesse dar.

Pflanz- und Pflegetipps für Hecken

Beim Pflanzen ist es wichtig, ein ausreichend großes Pflanzloch zu graben und die Wurzeln gut mit Erde zu bedecken. Bei einem Abstand von 25 – 40 cm zwischen den Pflanzen kann hierfür auch ein Graben ausgehoben werden. Bei wurzelnackten Pflanzen sollte ein Entlastungsschnitt ( ca. 30 – 50 % der oberirdischen Pflanzenteile) durchgeführt werden. Die Wurzeln sollten feucht in den Boden kommen, hierzu tauchen Sie die Wurzel kurz vor der Pflanzung in einen Kübel. Bitte stellen Sie die Pflanzen nicht länger als 5 Minuten ins Wasser. Eine gute Bewässerung nach dem Pflanzen ist außerdem entscheidend, um den Bodenschluss der Wurzel zu erreichen und mögliche Hohlräume zu schließen. Achten Sie darauf, dass die Hecke regelmäßig gewässert wird, insbesondere während der Anwuchs- und Entwicklungsphase.

Weitere Tipps:

  • Bei nährstoffarmen Standorten kann eine Startdüngung mit organischen Düngern (Hörnspäne, granulierter Rinderdung etc.) oder Kompost erfolgen. Dabei werden die Nährstoffe erst in der Anwuchsphase freigesetzt und stehen damit den Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung.
  • Bitte verwenden Sie bei Neuanpflanzungen keine mineralischen Dünger da diese sofort freigesetzt werden und unter Umständen die Wurzeln verbrennen können.
  • Bei geschnittenen Hecken sollte der Heckenschnitt ca. 2 x mal im Jahr durchgeführt werden. Einmal nach dem Frühjahrstrieb und dann noch einmal nach dem Johannitrieb. Hierdurch erhalten Sie eine blickdichte und gut ineinander verwachsene Hecke die im Winter auch dem Schneedruck standhält.
  • Bitte achten beim Schneiden darauf nicht zu tief ins alte Laub zu kommen. Auch Pflanzen können Sonnenbrand bekommen.
  • Bei freiwachsenden Hecken reicht es aus eventuell abgestorbene oder vertrocknete Triebe zu entfernen.

Eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Pflanzenarten fördert die Biodiversität und bietet den Tieren eine vielfältige Nahrungsquelle und Lebensraum. Nutzen Sie also die Möglichkeit, mit bienen- und tierfreundlichen Pflanzen eine lebendige und naturnahe Umgebung für Mensch und Tier zu schaffen.

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