Naturnahen Garten gestalten: Pflanzideen & Gehölze für einen ökologisch wertvollen Garten
Viele Gartenbesitzer wünschen sich heute einen Garten, der lebt, blüht, summt und gleichzeitig pflegeleicht und alltagstauglich bleiben. Naturgarten, naturnaher Garten oder ökologisch wertvoller Garten tauchen dabei immer häufiger auf. Aber was bedeutet das überhaupt? Und funktioniert das auch in einem kleinen Garten oder braucht es dafür viel Platz?
Genau hier setzen wir mit diesem Artikel an. Ein naturnaher Garten ist kein Spezialprojekt für Profis und muss auch nicht zwangsläufig ein wilder Gegenentwurf zum klassischen Garten sein. Er entsteht viel mehr durch bewusste Entscheidungen bei der Pflanzenauswahl, durch etwas mehr Geduld und durch das Zulassen von Natur, ohne die Kontrolle zu verlieren.
In den folgenden Abschnitten zeigen wir dir, worauf es bei einem naturnahen Garten wirklich ankommt, welche Pflanzen grundsätzlich gut geeignet sind und wie du auch in einem kleinen Garten etwas ökologisch Wertvolles schaffen kannst. Nicht theoretisch, sondern so, dass so dass es bei jedem klappt.
Was einen naturnahen Garten wirklich ausmacht
Ein naturnaher Garten orientiert sich weniger an festen Gestaltungsregeln als an natürlichen Vorbildern. Entscheidend ist, wie gut Pflanzen, Boden und Tierwelt zusammenspielen.
Ein zentrales Prinzip ist die Verwendung heimischer und standortgerechter Pflanzen. Sie sind an unser Klima angepasst, kommen mit Trockenheit oder Frost besser zurecht und bieten genau den Insekten, Vögeln und Kleintieren Nahrung und Lebensraum, die hier heimisch sind. Gerade ungefüllte Blüten, Beeren und Samenstände sind ein echter Mehrwert.
Ebenso wichtig ist der Verzicht auf chemische Hilfsmittel. Ein naturnaher Garten lebt davon, dass Kreisläufe funktionieren: Laub bleibt unter Gehölzen liegen, Stauden dürfen im Winter stehen bleiben, und nicht jede Ecke muss aufgeräumt wirken. Das schafft Rückzugsorte, Überwinterungsmöglichkeiten und schützt den Boden.
Gleichzeitig bedeutet naturnah nicht, den Garten sich selbst zu überlassen. Gerade in privaten Gärten, vor allem in kleineren, braucht es eine bewusste Auswahl und Platzierung der Pflanzen, damit es nicht chaotisch wirkt. Strukturgebende Gehölze, wiederkehrende Pflanzengruppen und klare Übergänge sorgen dann dafür, dass Vielfalt entsteht, ohne dass der Garten ungepflegt wirkt.
Es gilt also bei einem naturnahen Garten:
Weniger eingreifen, bewusster auswählen und der Natur Raum geben, ohne sie sich selbst zu überlassen.
Worauf du bei der Pflanzenauswahl im naturnahen Garten achten solltest
In einem naturnahen Garten geht es bei der Pflanzenauswahl nicht nur darum, was gut aussieht oder pflegeleicht ist. Entscheidend ist, welchen Nutzen Pflanzen für das Leben im Garten haben - für Insekten, Vögel und viele kleine Organismen, die wir oft gar nicht sehen.
Ein wichtiger Punkt dabei ist, Pflanzen nicht nur einzeln, sondern in kleinen Gruppen oder wiederkehrend zu pflanzen. Viele Insekten finden Nahrung besser, wenn sie mehrere Pflanzen derselben Art vorfinden. Auch Vögel profitieren von zusammenhängenden Strukturen, etwa durch dichte Strauchgruppen oder Hecken, die Schutz und Nahrung zugleich bieten.
Ebenso wichtig ist die Wahl standortgerechter, heimischer Pflanzen. Sie sind an Boden, Klima und Niederschläge angepasst und kommen ohne zusätzliche Pflege oder Dünger aus. Gleichzeitig bieten sie genau den Tieren Nahrung, die hier heimisch sind – oft über mehrere Jahreszeiten hinweg, durch Blüten, Früchte oder Samen.
Gerade in kleineren Gärten lohnt es sich, Pflanzen auszuwählen, die mehr als nur eine Aufgabe erfüllen. Ein Strauch, der früh blüht, im Sommer Struktur bietet und im Herbst Beeren trägt, ist ökologisch wertvoller als eine Pflanze mit rein dekorativer Wirkung. So entsteht mit wenigen, gut gewählten Pflanzen ein Garten, der lebendig wirkt, ohne überladen zu sein.
Ein naturnaher Garten braucht deshalb keine riesige Fläche und keine große Artenliste. Entscheidend ist, dass Pflanzen zueinander passen, sich wiederholen dürfen und dem Garten über das ganze Jahr hinweg Struktur und Leben geben.
Den Boden im naturnahen Garten schützen und bedecken
In naturnahen Gärten ist offener Boden die Ausnahme. In natürlichen Lebensräumen ist die Erde fast immer bedeckt – durch Pflanzen, Laub oder andere organische Materialien. Diese Bodendeckung schützt vor Austrocknung, fördert das Bodenleben und sorgt dafür, dass Nährstoffe im System bleiben.
Wichtig dabei: Bodendeckung ist ein Prinzip, kein Zwang zur Pflanzung bestimmter Arten.
Der Boden kann auf unterschiedliche Weise geschützt werden – etwa durch Laub unter Gehölzen, Staudenreste im Winter oder bewusst eingesetzte bodendeckende Pflanzen.
Wer Flächen gezielt schließen, Pflege reduzieren oder Übergänge zwischen Gehölzen ruhiger gestalten möchte, kann dafür robuste, standortgerechte Bodendecker einsetzen. Sie sind eine Ergänzung im naturnahen Garten, keine Voraussetzung.
Hecken und strukturgebende Gehölze im naturnahen Garten
Hecken und größere Gehölze sind im naturnahen Garten weit mehr als ein Sichtschutz. Sie bilden das Rückgrat des Gartens: Sie schaffen Struktur, bieten Lebensraum und verbinden den Garten mit seiner Umgebung. Gerade in kleinen Gärten sind sie besonders wertvoll, weil sie auf vergleichsweise wenig Fläche sehr viel bewirken können.
Ein häufiger Irrtum ist, dass naturnahe Hecken automatisch breit, ungeordnet oder nur für große Grundstücke geeignet sind. Tatsächlich lassen sich viele heimische Gehölze sehr gut schneiden und schmal führen – und bleiben dabei ökologisch wirksam.
Warum Hecken für den Naturgarten so wichtig sind
Eine gut geplante Hecke erfüllt mehrere Aufgaben gleichzeitig:
- Lebensraum: Dichte Zweige bieten Vögeln Schutz und Nistplätze
- Nahrungsquelle: Blüten, Samen und Beeren versorgen Insekten und Tiere
- Struktur: Die Hecke gibt dem Garten Ruhe und klare Linien
- Vernetzung: Sie wirkt wie ein grüner Korridor zwischen Lebensräumen
Gerade weil Hecken aus vielen gleichen Pflanzen bestehen, sind sie für Tiere besonders gut nutzbar – ein einzelner Strauch kann das nicht leisten.
Diese Gehölze haben sich im naturnahen Garten bewährt
Für private Gärten - auch kleinere - haben sich vor allem diese heimischen Arten bewährt:
Hainbuche
Die Hainbuche ist ein echter Klassiker im Naturgarten. Sie ist extrem schnittverträglich, wächst dicht und lässt sich auch auf geringer Breite gut kontrollieren. Ihr Laub bleibt im Winter oft lange hängen und bietet so zusätzlichen Sicht- und Windschutz.
- gut geeignet für kleine Gärten
- sehr langlebig
- wertvoller Brut- und Rückzugsraum
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Feldahorn
Der Feldahorn ist robuster und hitzetoleranter als viele andere Gehölze. Er kann sowohl als geschnittene Hecke als auch als locker wachsender Strauch eingesetzt werden und ist besonders anpassungsfähig.
- gut für sonnige, trockene Standorte
- insektenfreundlich
- naturnahe, etwas lebendigere Wirkung
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Liguster (heimisch)
Heimischer Liguster Atrovirens ist eine gute Wahl, wenn eine Hecke zügig dicht werden soll. Bei maßvollem Schnitt blüht er zuverlässig und bildet Beeren, die von Vögeln geschätzt werden.
- schneller Wuchs
- gut schnittverträglich
- ökologisch wertvoll bei nicht zu strengem Formschnitt
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Geschnitten oder locker wachsen lassen?
Im naturnahen Garten ist beides möglich – entscheidend ist der Zweck. Eine geschnittene Hecke bietet klare Linien und Ruhe, eine locker wachsende Hecke wirkt natürlicher und bietet oft noch mehr Blüten und Früchte.
Als Faustregel gilt:
- geschnitten, wenn Struktur und Ordnung wichtig sind (z. B. im Vorgarten oder an der Grundstücksgrenze)
- locker, wenn Platz vorhanden ist und der ökologische Nutzen im Vordergrund steht
Auch eine Kombination ist sinnvoll: außen klar geführt, innen etwas freier.
Tipp: Gerade in kleinen Gärten lohnt es sich, lieber eine Hecke bewusst einzuplanen als viele einzelne Sträucher zu verteilen. Eine gut gewählte Hecke wirkt ruhiger, ist pflegeleichter und ökologisch oft wertvoller als mehrere Solitärpflanzen.
Warum die Eibe im Naturgarten oft ausgeklammert wird – und warum wir sie trotzdem empfehlen
Die Eibe wird im Naturgarten oft übergangen, weil sie stark mit formalen Hecken und streng geschnittenen Anlagen verbunden wird. Zudem ist ihre Blüte unscheinbar und bietet auf den ersten Blick wenig für Insekten.
Dabei wird ihr Wert häufig unterschätzt. Die Eibe ist heimisch, sehr langlebig und immergrün. Sie schafft ganzjährig Struktur und bietet besonders im Winter geschützte Rückzugsorte für Vögel. Außerdem ist sie eine der wenigen Heckenpflanzen, die auch im Schatten zuverlässig gedeihen.
Im naturnahen Garten ist die Eibe vor allem dann sinnvoll, wenn sie mit blühenden Gehölzen kombiniert wird. So entsteht ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Struktur, Schutz und Nahrungsangebot - ideal für kleinere Gärten oder schattige Standorte. Hier geht es zur Eibe als Wurzelware und zur Eibe als Containerpflanze

Gemischte Hecken im Naturgarten
Im naturnahen Garten können Hecken mehr sein als reiner Sichtschutz. Gemischte Hecken verbinden Struktur mit Blüten, Früchten und ökologischem Mehrwert. Dafür werden schnittverträgliche Heckenpflanzen gezielt mit blühenden Sträuchern kombiniert.
Bewährt ist zum Beispiel eine Grundstruktur aus Hainbuche oder Liguster, ergänzt durch einzelne blühende Gehölze wie die Kupfer-Felsenbirne. So bleibt die Hecke dicht und ruhig, bietet aber über das Jahr hinweg Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel.
Wie du eine gemischte Hecke naturnah pflanzt, welche Pflanzen gut zusammenpassen und worauf es bei Aufbau und Pflege ankommt, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag: Gemischte Hecken pflanzen
Blühsträucher mit ökologischem Mehrwert: Herzstücke des naturnahen Gartens
Blühsträucher sind im naturnahen Garten oft die Pflanzen, die am meisten Freude machen. Sie bringen Leben in den Garten, verändern sich sichtbar über das Jahr und verbinden ökologischen Nutzen mit einer starken gestalterischen Wirkung. Gerade für Gartenbesitzer:innen, die bewusst etwas für Insekten und Vögel tun möchten, sind sie ein idealer Einstieg.
Im Gegensatz zu vielen Ziersträuchern liefern heimische Blühsträucher echten Nutzen: Sie bieten Nektar und Pollen, später Früchte oder Samen und oft auch geschützte Rückzugsorte. Wichtig ist dabei, auf ungefüllte Blüten und robuste, bewährte Arten zu setzen.
Gemeine Felsenbirne (Amelanchier rotundifolia)
Die gemeine Felsenbirne (Amelanchier rotundifolia) ist eine ausgezeichnete Wahl für naturnahe Gärten – besonders dann, wenn der Platz begrenzt ist. Sie bleibt deutlich kompakter als viele andere Felsenbirnen, wirkt dabei leicht und natürlich und fügt sich harmonisch in unterschiedliche Gartensituationen ein.
Typisch für die gemeine Felsenbirne ist ihr mehrfacher ökologischer Nutzen über das Jahr hinweg:
- frühe, ungefüllte Blüten als wichtige Nahrungsquelle für Insekten
- essbare Beeren, die sowohl von Vögeln als auch vom Menschen geschätzt werden
- attraktive Herbstfärbung, die dem Garten auch spät im Jahr Struktur gibt
- gut geeignet für kleinere Gärten durch moderaten Wuchs
Durch ihren lockeren Aufbau lässt sich die gemeine Felsenbirne sowohl als einzelner Strauch als auch in kleinen Gruppen pflanzen. Sie wirkt dabei nie wuchtig oder dominant, sondern eher natürlich und leicht und damit ideal für alle, die einen naturnahen Garten gestalten möchten, ohne ihn zu überladen.
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Hinweis zur Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
Häufig wird auch die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) genannt. Sie ist streng genommen nicht heimisch, gilt aber als sehr gut an unser Klima angepasst und wird von vielen Insekten und Vögeln intensiv genutzt. Durch ihre üppige Blüte, den Fruchtansatz und die starke Herbstfärbung besitzt sie ebenfalls einen hohen ökologischen Wert.
Allerdings wächst sie deutlich größer als Amelanchier rotundifolia und eignet sich daher eher für größere Gärten oder als markanter Solitär. In kleineren Gärten ist die gemeine Felsenbirne meist die passendere und besser kontrollierbare Wahl.
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Kornelkirsche (Cornus mas)
Die Kornelkirsche ist eine der wertvollsten heimischen Gehölze für den naturnahen Garten – und wird trotzdem oft unterschätzt. Ihr größter Vorteil: Sie blüht sehr früh im Jahr, oft schon im Spätwinter, wenn andere Pflanzen noch ruhen. Genau dann ist sie für Wildbienen und andere Insekten eine der wichtigsten Nahrungsquellen.
Was sie besonders geeignet macht:
- sehr frühe, ungefüllte Blüte mit hohem Nektar- und Pollenangebot
- robust und langlebig
- essbare Früchte mit hohem ökologischem und kulinarischem Wert
- gut schnittverträglich und formbar
Die Kornelkirsche kann als größerer Strauch oder kleiner Baum wachsen. In kleineren Gärten empfiehlt es sich, sie durch Schnitt kompakt zu halten oder bewusst an den Rand des Gartens zu setzen. Dort entfaltet sie ihre Wirkung, ohne zu dominieren. Auch als Teil einer gemischten Hecke ist sie sehr gut geeignet.
Durch ihre frühe Blüte ergänzt sie andere Blühsträucher ideal und sorgt dafür, dass der Garten schon sehr zeitig im Jahr lebendig wird.
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Holunder (Sambucus nigra)
Der Schwarze Holunder gehört zu den ökologisch wertvollsten heimischen Sträuchern überhaupt. Kaum ein anderes Gehölz bietet so vielen Tierarten Nahrung und Lebensraum – von Insekten über Vögel bis hin zu Kleinsäugern. Gleichzeitig ist Holunder erstaunlich robust und anpassungsfähig.
Was ihn für den naturnahen Garten besonders wertvoll macht:
- reich blühend im Frühsommer, attraktiv für zahlreiche Insekten
- dunkle Beeren als wichtige Nahrungsquelle für Vögel
- sehr widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und Frost
- starkes Gehölz mit natürlicher Ausstrahlung
Holunder wächst von Natur aus kräftig und ausladend. In größeren Gärten kann er sich frei entfalten und wirkt dort fast wie ein kleines Landschaftselement. In kleineren Gärten ist er dennoch nutzbar – wenn er bewusst platziert und regelmäßig geschnitten wird.
Holunder im kleinen Garten richtig einsetzen
Damit Holunder nicht zu dominant wird, helfen ein paar einfache Grundregeln:
- eher am Gartenrand oder in einer Ecke pflanzen
- regelmäßig auslichten, statt stark einkürzen
- mit niedrigeren Sträuchern oder Bodendeckern kombinieren
So bleibt der Strauch formbar und behält dennoch seinen natürlichen Charakter. Besonders gut wirkt Holunder als Hintergrundpflanze, vor der andere Blühsträucher oder Stauden stehen dürfen.
Tipp:
Holunder ist kein typischer „Ordentlichkeits-Strauch“. Er passt besonders gut in Gärten, in denen ein etwas natürlicheres Erscheinungsbild gewünscht ist. Wer ihm Raum gibt – oder ihn gezielt lenkt – bekommt dafür einen der wertvollsten Sträucher für die heimische Tierwelt.
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Wildrosen: robust, ökologisch wertvoll und erstaunlich vielseitig
Wildrosen gehören zu den wichtigsten Gehölzen für naturnahe Gärten. Ihre ungefüllten Blüten sind für Insekten gut zugänglich, ihre Hagebutten im Herbst eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel. Gleichzeitig bringen sie Struktur, Blütenreichtum und einen natürlichen Charakter in den Garten.
Für private Gärten – auch mit begrenztem Platz – haben sich besonders diese Wildrosen bewährt:
Hundsrose (Rosa canina)
Die klassische heimische Wildrose. Sie wächst locker, ist sehr robust und passt gut in naturnahe Pflanzungen am Gartenrand oder in freiere Hecken.
- heimisch und ökologisch sehr wertvoll
- einfache, offene Blüten
- leuchtende Hagebutten im Herbst
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Apfelrose (Rosa rugosa)
Streng genommen nicht heimisch, aber sehr gut angepasst und ökologisch wirksam. Sie bleibt relativ kompakt, blüht lange und bildet große, dekorative Hagebutten.
- ideal für kleinere Gärten
- sehr pflegeleicht und robust
- gut als Solitär oder niedrige Hecke geeignet
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Weinrose (Rosa rubiginosa)
Eine besonders schöne heimische Wildrose mit zartrosa Blüten und aromatisch duftendem Laub.
- gut für sonnige Standorte
- natürlicher, leichter Wuchs
- passt gut in gemischte Strauchpflanzungen
Die Weinrose findest du hier im Shop!
Wildrosen wirken am besten, wenn sie nicht streng geschnitten, sondern locker wachsen dürfen. Sie eignen sich besonders:
- für Gartenränder
- als Übergang zwischen Garten und freier Fläche
- als Teil naturnaher Hecken
In kleinen Gärten reicht oft schon eine einzelne Wildrose, bewusst platziert, um Struktur und ökologische Vielfalt zu schaffen. Hier geht's direkt zu unseren Wildrosen!

Tipp:
Blühsträucher wirken im naturnahen Garten am besten, wenn sie nicht einzeln verteilt, sondern bewusst in kleinen Gruppen oder wiederkehrend gepflanzt werden. Das verstärkt ihre ökologische Wirkung und sorgt gleichzeitig für ein ruhiges, stimmiges Gesamtbild.
Für mehr Inspiration haben wir in einem extra Blogartikel die 10 schönsten Sträucher für den Naturgarten zusammengestellt.
Bodendecker als Ergänzung im naturnahen Garten
Bodendecker können im naturnahen Garten sehr sinnvoll sein, wenn sie gezielt und mit Augenmaß eingesetzt werden. Sie helfen dabei, den Boden dauerhaft zu schützen, ohne den Garten zu „zupflastern“, und eignen sich besonders für Bereiche, in denen Rasen wenig Sinn ergibt.
Typische Einsatzorte sind:
- unter Hecken und Sträuchern
- schattige oder schwer zugängliche Bereiche
- Gartenränder und Übergangszonen
Richtig gewählt, tragen Bodendecker dazu bei, den Garten pflegeleichter und ökologisch stabiler zu machen.
Waldsteinie (Golderdbeere, Waldsteinia ternata)
Die Waldsteinie (Waldsteinia ternata), auch Golderdbeere genannt, ist einer der wenigen Bodendecker, die sehr gut zum Konzept des naturnahen Gartens passen. Sie ist heimisch, robust und ideal für halbschattige bis schattige Standorte.
- bildet dichte, aber ruhige Pflanzteppiche
- schützt den Boden dauerhaft vor Austrocknung
- sehr pflegeleicht und langlebig
- besonders gut unter Gehölzen geeignet
Die Waldsteinie wirkt unaufdringlich und natürlich. Sie übernimmt ihre Aufgabe im Hintergrund und lässt anderen Pflanzen den Vortritt – genau das macht sie im Naturgarten so wertvoll. Hier geht's zur Golderdbeere!

Kleines Immergrün (Vinca minor) - bewusst eingesetzt
Das kleine Immergrün (Vinca minor) kann im naturnahen Garten ebenfalls eine Rolle spielen, sollte aber gezielt eingesetzt werden. Es ist robust, immergrün und blüht früh im Jahr, bietet jedoch weniger ökologische Vielfalt als viele andere Pflanzen.
Sinnvoll ist es vor allem:
- in schattigen Bereichen
- dort, wo Pflege reduziert werden soll
- unter Hecken oder an schwierigen Standorten
Wichtig ist, es nicht großflächig und monoton einzusetzen, sondern bewusst dort, wo eine geschlossene Bodenbedeckung funktional ist. Hier geht's direkt zum kleinen Immergrün in weiß!

Tipp:
Nicht jede Fläche im naturnahen Garten muss bepflanzt sein. Laub unter Sträuchern, stehen gelassene Staudenreste oder natürliche Mulchschichten erfüllen denselben Zweck. Bodendecker sind dann eine gute Wahl, wenn du gezielt Ordnung, Bodenschutz und Pflegeleichtigkeit kombinieren möchtest.
Stauden:
Ergänzend zu Gehölzen lassen sich einzelne Gartenbereiche gut mit heimischen Wildstauden bereichern. Besonders geeignet sind robuste Arten mit ungefüllten Blüten wie Wiesen-Salbei, Wiesen-Schafgarbe, Wiesen-Storchschnabel, Blutweiderich oder Fetthenne. Sie bieten Insekten Nahrung, sind pflegeleicht und passen gut an sonnige Beetränder oder vor Gehölze.
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung im naturnahen Garten
Ein naturnaher Garten entsteht nicht nur durch die richtigen Pflanzen. Schon kleine, einfache Maßnahmen haben einen ökologischen Effekt und lassen sich auch in bestehenden Gärten einfach umsetzen. Gerade für kleinere Gärten sind sie ideal, weil sie kaum Platz brauchen, aber viel bewirken.
Wasserstellen schaffen: einfach und wirkungsvoll
Wasser ist für viele Tiere überlebenswichtig, besonders in trockenen Sommern. Schon eine kleine Wasserstelle kann den Garten deutlich attraktiver machen.
Worauf du achten solltest:
- flache Schalen oder Tränken mit Ausstiegsmöglichkeiten (Steine, Äste)
- regelmäßig frisches Wasser
- schattiger bis halbschattiger Standort
Eine Vogel- oder Insektentränke passt selbst auf kleinste Flächen und ist einer der einfachsten Schritte zu mehr Leben im Garten.
Totholz bewusst einsetzen
Was im klassischen Garten oft als „unordentlich“ gilt, ist im Naturgarten ein echter Schatz. Totholz bietet Verstecke, Überwinterungsplätze und Bruträume.
Geeignet sind zum Beispiel:
- alte Äste oder Stammstücke
- Reisighaufen
- abgeschnittene Zweige unter Sträuchern
Ein Totholzhaufen muss nicht groß sein. Schon ein kleiner Bereich am Gartenrand reicht aus, um Igeln, Insekten und Kleintieren zu helfen.
Weniger Rasen, mehr Struktur
Rasenflächen sind pflegeintensiv und ökologisch vergleichsweise arm. In naturnahen Gärten lohnt es sich, kritisch zu überlegen, wo Rasen wirklich gebraucht wird.
Alternativen können sein:
- Bodendecker unter Gehölzen
- kleinere Wiesenbereiche statt Zierrasen
- naturnahe Randstreifen mit Sträuchern
Oft reicht es schon, Teilflächen umzuwandeln, um den Garten abwechslungsreicher und lebendiger zu machen.
Laub und Pflanzenreste nicht sofort entfernen
Im Herbst und Winter darf der Garten ruhig etwas „unaufgeräumt“ wirken. Laub unter Sträuchern schützt den Boden, speichert Feuchtigkeit und bietet vielen Tieren einen wichtigen Rückzugsraum.
Ein guter Mittelweg:
- Wege und Sitzplätze freihalten
- Laub in Beeten und unter Gehölzen liegen lassen
So bleibt der Garten gepflegt, ohne seiner natürlichen Funktion beraubt zu werden.
Tipp:
Ein naturnaher Garten muss nicht perfekt sein. Schon kleine Veränderungen – eine Wasserstelle, ein liegen gelassener Laubhaufen oder eine neu gepflanzte Hecke – machen einen spürbaren Unterschied. Wichtig ist nicht, alles auf einmal umzusetzen, sondern bewusst anzufangen.
Fazit: Naturnah gestalten heißt bewusst auswählen
Ein naturnaher Garten entsteht ganz einfach durch die richtige Pflanzenauswahl. Wer auf heimische, robuste Gehölze setzt schafft einen Garten, der ökologisch wertvoll ist – und muss dabei auch nicht auf etwas Struktur verzichten.
Ob sonniger Garten, halbschattiger Bereich oder wenig Platz im Vorgarten: Mit der richtigen Auswahl lässt sich auch auf begrenzter Fläche viel erreichen. Pflanzen wie Kornelkirsche, Felsenbirne, Wildrosen oder Hainbuche zeigen, dass naturnahes Gärtnern nicht kompliziert sein muss, sondern vor allem durchdacht.
Wichtig ist, dem Garten Zeit zu geben. Viele Gehölze entfalten ihre volle Wirkung erst nach einigen Jahren. Dafür belohnen sie mit Stabilität, geringerem Pflegeaufwand und einem Garten, der mit jeder Saison lebendiger wird.
Wenn du deinen Garten naturnah gestalten möchtest, findest du in unserem Sortiment eine sorgfältig ausgewählte Auswahl an heimischen Heckenpflanzen, Sträuchern und Bodendeckern, die sich in der Praxis bewährt haben. Gerne unterstützen wir dich auch dabei, die passenden Pflanzen für deinen Standort und deine Gartensituation zu finden, sprich uns gerne für eine unverbindliche Beratung an!