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Wie Du Deinen Garten bienenfreundlich gestaltest – einfache Tipps und Tricks!

Wie Du Deinen Garten bienenfreundlich gestaltest – einfache Tipps und Tricks!

Der summende Garten – ein Paradies für Bienen und Menschen! Bienen sind unverzichtbar für unser Ökosystem und besonders für die Bestäubung vieler Pflanzen. In den letzten Jahren sind Wildbienen zunehmend unter Druck geraten. Lebensraumverlust, der Einsatz von Pestiziden und der Mangel an Nahrungsquellen sind nur einige der Probleme, mit denen sie konfrontiert sind. Mit dem richtigen Wissen über eine bienenfreundliche Gartengestaltung kannst du ganz einfach einen Beitrag zum Schutz dieser fleißigen Insekten leisten. Hier sind die wichtigsten Tipps und Tricks, die dich dabei unterstützen:

1. Die Ernährung der Bienen: Pollen und Nektar

Bienen ernähren sich hauptsächlich von zwei Dingen: Pollen und Nektar. Pollen, reich an Proteinen, ist essenziell für die Aufzucht der Brut. Nektar, eine zuckerhaltige Flüssigkeit, liefert Energie. Beide sind für das Überleben der Bienen unerlässlich.

Offene vs. gefüllte Blüten

Der Unterschied zwischen offenen und gefüllten Blüten ist für Bienen von großer Bedeutung. Offene Blüten wie die der Hundsrose oder des Hibiskus bieten leichten Zugang zu Pollen und Nektar. Gefüllte Blüten hingegen, wie bei einigen Rosenarten, sehen zwar toll aus, bieten aber wenig oder keinen Nektar und Pollen und sind daher für Bienen wenig attraktiv.

Unkraut – Nahrung für Bienen

Was für den einen Unkraut ist, ist für die Biene eine Delikatesse. Pflanzen wie Löwenzahn und Gänseblümchen sind wichtige Nahrungsquellen für Bienen. Wenn du also hin und wieder etwas Unkraut in deinem Garten stehen lässt, kann auch das schon einen wertvollen Beitrag zur Ernährung der Bienen leisten!

2. Bienen sehen die Welt anders

Bienen sehen Farben anders als Menschen. Sie können Ultraviolett wahrnehmen, was bestimmte Blütenfarben für sie besonders attraktiv macht. Blau, Violett, Weiß und Gelb sind Farben, die Bienen bevorzugen. Die Farbe Rot können sie hingegen gar nicht sehen, eine rote Blume sieht für eine Biene schwarz aus und wird daher in der Regel gar nicht als solche wahrgenommen und auch eher selten angeflogen. Achte daher bei deiner Gartengestaltung auf eine gute Farbmischung, die besonders Violett mit einschließt.

3. Pflanzenvielfalt und Blütezeiten

Um Bienen das ganze Jahr über zu unterstützen, ist es wichtig, Pflanzen mit unterschiedlichen Blützeiten zu wählen. So stellst du sicher, dass Bienen von Frühling bis Herbst stets Nahrung finden. Vermeide außerdem chemische Pestizide, da diese Bienen schaden können und setze lieber auf natürliche Schädlingsbekämpfungsmethoden.

4. Wasser und Unterschlupf

Bienen benötigen gerade im Sommer auch Wasser. Eine einfache, flache Wasserschale mit Steinen kann Bienen wunderbar als Tränke dienen. Unterschlupf finden Bienen und andere Insekten in Totholz oder in Insektenhotels. Gerade wenn du einen großen Garten hast, bietet es sich an, in einer eher abgelegenen Ecke des Gartens einfach etwas Totholz zu belassen, wenn es sich ergibt.

5. Tipps für bienenfreundliche Pflanzen

Hier haben wir  noch einige Pflanzen zusammengestellt, die bei Bienen beliebt sind und so deine Gartengestaltung vereinfachen. Wenn du konkrete Fragen oder Wünsche hast, sprich uns gerne direkt an.

Heckenpflanzen:

  • Immergrüner Liguster: Bietet im Frühjahr mit seinen Blüten Nahrung für Bienen seinen Blüten und dient gleichzeitig als Sichtschutz.

  • Kornelkirsche: Die sehr frühen Blüten im Frühjahr bieten eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, kann als blickdichter Strauch oder Hecke gepflanzt werden.

  • Weißdorn: Die Blüten sind im Frühling ein Magnet für Bienen.

Sträucher

  • Hibiskus Woodbridge: Große, bei Bienen sehr beliebte Blüten, auch als Hecke möglich.

  • Hundsrose: Die offenen Blüten dieser Wildrose sind im Sommer eine Nahrungsquelle für Bienen.

  • Osterschneeball: Tolle, große Blüten im Frühjahr, die Bienen anlocken.

  • Himbeere: Nicht nur lecker für Menschen, sondern auch ihre Blüten sind für Bienen sehr attraktiv.

Bäume:

  • Wildapfel: Eher kleiner heimischer Baum, der nicht nur bei Bienen, sondern auch bei Vögeln beliebt ist und essbare Früchte trägt.
  • Sommerlinde: Großer heimischer Laubbaum, ideal als Schattenspender im Garten und ein Magnet für Bienen und Insekten.

Fazit

Eine bienenfreundliche Gartengestaltung leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz und zur Förderung unserer Bienen – und ganz nebenbei stellst du so auch die Bestäubung deiner eignen Pflanzen durch Bienen sicher! Schon die Auswahl der passenden Pflanzen und ein paar Griffe im Garten machen hier einen großen Unterschied, so dass Umweltschutz ganz leicht wird. Viele Freunde an deinem blühenden und summenden Garten!

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