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Schnecke an einem Zweig

Ein giftfreier Garten: Natürliche Hausmittel gegen Schädlinge

Ein blühender Garten ist ein Ort der Ruhe und Schönheit - bis die ersten Schädlinge kommen!  Zum Glück gibt es bewährte und einfache Hausmittel, die du verwenden kannst, um deinen Garten frei von Schädlingen zu halten, ohne dabei auf giftige Chemikalien zurückgreifen zu müssen. Hier sind einige unserer besten Hausmittel, die sich als effektiv erwiesen haben:

1. Teebaumöl

Teebaumöl ist ein ätherisches Öl mit starken antimikrobiellen und insektiziden Eigenschaften und ist ein echter ökologischer Allrounder. Du kannst es zur Abwehr einer Vielzahl von Schädlingen wie Blattläusen, Spinnmilben und Ameisen eingesetzen. Eine einfache Methode ist, einige Tropfen Teebaumöl mit Wasser zu mischen und die Lösung auf die betroffenen Pflanzen zu sprühen. Auch bei der Bekämpfung von Mehltau hilft dieses Öl. Im Hinblick auf Bodeninsekten wie Käfer oder Ameisen kann es auch ratsam sein, den Boden um die Pflanzen damit zu bewässern, statt sie zu besprühen. Achte darauf, das Teebaumöl vor der Anwendung zu verdünnen, um Schäden an den Pflanzen zu vermeiden.
Da auch viele Nagetiere den strengen Geruch von Teebaumöl nicht mögen, kannst du zur Abwehr dieser Tiere ein mit Teebaumöl getränktes Stück Stoff oder Watte neben die Pflanze liegen, um Nagetiere fernzuhalten. Dies musst du allerdings regelmäßig wiederholen. Teebaumöl soll außerdem auch gegen den Buchsbaumzünsler helfen; auch da sollte die Anwendung wiederholt werden.

2. Backpulver/Natron

Backpulver ist nicht nur zum Backen geeignet, sondern kann auch als wirksames Mittel gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau eingesetzt werden. Es wirkt fungizid und kann so dazu beitragen, die Ausbreitung von Pilzkrankheiten zu stoppen. Mehltau kann sich auf den Blättern und Trieben der Pflanzen ausbreiten und zu gelblichen Flecken sowie einem weißen, mehligen Belag führen.

Eine effektive Lösung gegen echten Mehltau ist eine Mischung aus Backpulver und Wasser. Vermenge einen Esslöffel Backpulver mit einem Liter Wasser und sprühe die Lösung großzügig auf die betroffenen Stellen. Wiederhole den Vorgang alle paar Tage, bis die Symptome verschwunden sind. Achte darauf, die Pflanzen am frühen Morgen oder am späten Nachmittag zu besprühen, um Sonnenbrand zu vermeiden. Oder mische einfach etwas Backpulver mit Wasser, um eine Paste zu erhalten, und trage sie auf die von Pilzbefall betroffenen Stellen auf.

3. Knoblauch

Knoblauch ist nicht nur eine tolle Zutat in der Küche, sondern auch ein wirksames Hausmittel gegen Schädlinge im Garten. Die enthaltenen Schwefelverbindungen wirken als natürliches Insektizid und können Schädlinge wie Blattläuse und Weiße Fliegen fernhalten. Um eine Knoblauchlösung herzustellen, zerdrücke einige Knoblauchzehen und mische sie mit Wasser. Lass die Mischung über Nacht stehen und siebe dann die festen Bestandteile ab. Sprühe die Lösung anschließend auf die betroffenen Pflanzen.

4. Kaffeesatz

Kaffeesatz ist nicht nur ein Abfallprodukt, sondern kann auch als natürlicher Dünger und Schädlingsabwehrmittel im Garten eingesetzt werden. Streue einfach etwas Kaffeesatz um die betroffenen Pflanzen herum, um Schnecken und Ameisen fernzuhalten. Der Kaffeesatz wirkt als natürliche Barriere und kann auch als Nährstoffquelle für die Pflanzen dienen. Wenn du Kaffeesatz auch als natürlichen Dünger für deinen Garten nutzen möchtest, schau mal auf bei diesem Blogartikel vorbei, in dem wir alles Wissenswerte rund um Kaffeesatz im Garten zusammengetragen haben.

5. Brennesseljauche

Brennnesseln sind nicht nur lästiges Unkraut, sondern können auch als natürliches Hausmittel gegen Schädlinge im Garten verwendet werden. Eine Brennnesseljauche kann dazu beitragen, Blattläuse, Raupen und andere Schädlinge abzuwehren und sie stärkt die Pflanzen, die sich so gegen Schädlinge besser wehren können. Um eine Brennnesseljauche herzustellen, fülle einen Eimer mit ca. 1kg zerkleinerten Brennnesseln und ca. 10 Litern Wasser und lass die Mischung ca. 1-2 Wochen lang gären – am besten an einem etwas abgelegenen Platz in deinem Garten, da die Mischung anfängt zu riechen. Zwischendurch umrühren ist hilfreich und bei zu starkem Geruch auch eine lockere Bedeckung des Eimers. Am Schluss siebst du die Jauche und verdünnst sie im Verhältnis von 1:10 bis 1:20 (bei empfindlichen Pflanzen) und gießt de Pflanzen damit. Wenn du die Jauche zur Schädlingsbekämpfung einsetzen möchtest, kannst du sie auf betroffene Pflanzen sprühen. Achtung: Die zuletzt genannte Methode eignet sich nicht für Pflanzen, die zum Verzehr gedacht sind!

6. Lavendelöl

Lavendelöl ist nicht nur für seinen beruhigenden Duft bekannt, sondern kann auch als natürliches Insektizid im Garten eingesetzt werden. Mische einige Tropfen Lavendelöl mit Wasser und sprühe die Lösung auf die betroffenen Pflanzen, um Schädlinge wie Blattläuse und Motten fernzuhalten. Da auch Schnecken den Geruch nicht mögen, kannst du einen Lappen oder Watte mit Lavendelöl tränken und neben die Pflanze legen, das musst du allerdings regelmäßig wiederholen.

 7. Spülmittel

Auch Spülmittel ist ein vielseitiges Hausmittel, das im Garten gegen Schädlinge eingesetzt werden kann. Mische einfach etwas Spülmittel mit Wasser und sprühe die Lösung auf die betroffenen Pflanzen, um Schädlinge wie Blattläuse und Weiße Fliegen zu bekämpfen. Achte jedoch darauf, das Spülmittel nur in geringen Mengen zu verwenden, da es sonst die Pflanzen schädigen kann.

8. Rindenmulch

Rindenmulch eignet sich gut, wenn du Schnecken in deinem Garten befürchtest. Die enthaltene Gerbsäure hält Schnecken nämlich davon ab, in deine Beete zu wandern. Dafür reicht ein ca. 10 cm breiter Streifen aus Rindenmulch aus. Am besten eignet sich Mulch aus Nadelholzrinde mit einem hohen Gehalt an Gerbsäure. Pinien- bzw. Kiefernschrott eignet sich hierfür leider nich,t da diese fast keine Säure enthalten.

Mit diesen natürlichen Hausmitteln kannst du deinen Garten frei von Schädlingen halten und gleichzeitig die Gesundheit deiner Pflanzen fördern, ohne dabei auf giftige Chemikalien zurückgreifen zu müssen. Achte jedoch immer darauf, die Hausmittel richtig anzuwenden und vorher an einer kleinen Stelle zu testen, um mögliche Schäden an den Pflanzen zu vermeiden. Frohes Gärtnern!

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