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Ein schöner Garten mit Stauden, einem Baum, Rasenflächen und Klatschmohn

Moderne Gartengestaltung: nachhaltig, nützlich und naturnah

Willkommen in der Welt der modernen Gartengestaltung! In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Selbstversorgung und der Schutz der Umwelt immer wichtiger werden, spielt auch die Art und Weise, wie wir unsere Gärten gestalten, eine entscheidende Rolle. Moderne Gärten sind nicht nur Orte der Schönheit und Entspannung, sondern auch Lebensräume, die im Einklang mit der Natur stehen und einen Mehrwert für Mensch und Umwelt bieten. Hier sind drei wesentliche Punkte, die die moderne Gartengestaltung ausmachen und wie du sie erreichst.

1. Nachhaltigkeit als oberstes Gebot

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort der Stunde, auch in der Gartengestaltung. Ein nachhaltiger Garten zeichnet sich durch einen sparsamen Umgang mit Ressourcen aus, angefangen bei Wasser bis hin zu den verwendeten Materialien für Wege etc. So kannst du z.B. ganz einfach Wasser sparen, indem du eine Regentonne nutzt, um Regenwasser aufzufangen und als Gießwasser zu nutzen.Was du sonst noch beachten darfst, um deine Blumen richtig und effizient zu gießen, haben wir in einem Blogartikel ausführlich für dich zusammengefasst.

Dünger und Pestizide

Statt auf chemische Dünger und Pestizide zu setzen, wird im modernen Garten auf natürliche Methoden zurückgegriffen, um die Umwelt nicht zu belasten. Zum einen gibt es organischen Dünger, zum anderen kannst du aber auch einen eigenen Kompost anlegen und diesen ganz einfach als Dünger verwenden. Genauere Infos und Tipps dazu findest du hier. Und auch Schädlinge kannst du oft mit einfachen Hausmitteln vertreiben oder du stärkst deine Pflanzen auch schon vorab durch die Nutzung von Brennesseljauche! Durch insektenfreundliche Pflanzen und überhaupt durch eine Vielfalt an unterschiedlichen Pflanzen stärlst du die Biodiversität in deinem Garten und stärkst so die Feinde dieser Schädlinge und lockst sie gezielt in diesen Garten zur Unterstützung. Marienkäfer z.B. lieben dichte Hecken und Bodendecker und Wildblumenwiesen. Grundsätzlich eignen sich für diesen Zweck Kräuter wie Schnittlauch, Dill, Kümmel oder Fenchel; als Stauden sind die Kornblume, Klatschmohn, Steinkraut, Schafgarbe oder Minze empfehlenswert.

Die richtigen Pflanzen

Ein nachhaltiger Garten ist auch ein Ort, an dem die richtigen Pflanzen zum Einsatz kommen. Das bedeutet zum einen, dass es wichtig ist, Pflanzen auszuwählen, die mit denen sich ändernden klimatischen Bedingungen gut zurecht kommen. Sie sollten also gut mit Trockenheit und Wärme umgehen können, damit sie in warmen Sommern nicht allzu viel Wasser benötigen, und je nach Region auch mit eher feuchten Wintern. Dabei kann es sich um hemische Pflanzen handeln, die oft den Vorteil haben, dass sie die lokale Biodiversität fördern und daher empfehlenswert sind, aber auch um eher exostische Pflanzen, die zwar oft weniger die lokale Artenvielfalt ffördern, dafür aber z.B. sehr gut mit Wärme und Trockenheit umgehen können. Wie immer gilt auch hier: Die Mischung macht's!

Mit Blick auf Wärmeresistenz eignen sich natürlich schöne Klassiker wie Lavendel, Katzenminze oder Kräuter wie Oregano und Thymian, die nebenbei auch bei Insekten super beliebt sind. Je nach Stil deines Gartens können aber auch Kakteen oder Sukkulenten gut passen. Bei Sträuchern ist zum Beispiel ein Holunder Haschberg toll, denn er kommt nicht nur mit Trockenheit gut zurecht, sondern bringt auch reichlich tolle Früchte, dazu kommen wir aber gleich noch. Auch die Apfelrose (in weiß oder rosa) ist hier empfehlenswert, ebenso wie Freilandhibiscus oder die Freiland Yucca. Auch ein Feuerahorn oder ein Teufelsstrauch akzeptiert Wärme und bringt tolle Farbe in deinen Garten. Bei Bäumen eignen sich zum Beispiel die Sandbirke für einen kleineren Garten oder auch eine Edelkastanie oder ein Walnussbaum, wenn du viel Platz hast.

2. Nutzpflanzen im Fokus

Ein weiterer Trend in der modernen Gartengestaltung ist die verstärkte Nutzung von Nutzpflanzen. Statt allein auf dekorative Blumen zu setzen, werden im modernen Garten vermehrt Obst- und Gemüsesorten angebaut. Der Trend zur Selbstversorgung ist ungebrochen und viele Gartenbesitzer legen Wert darauf, ihre eigenen Lebensmittel anzubauen. Dabei macht es Sinn, auf alte, traditionelle Sorten zu setzen, die besonders robust und schmackhaft sind und sich gut an die lokalen Bedingungen anpassen können. Beerensträucher wie Himbeeren oder Heidelbeeren sind robust und pflegeleicht und machen sich in fast jedem Garten gut. Aber es gibt mittlerweile auch Optionen für kleine Gärten: das Säulenobst. Diese Sorten ermöglichen es in einem kleinen Garten Obst wie Pfirsiche, Pflaumen oder Äpfel anzubauen. Und auch Buschbäume sind eine Option, denn auch sie werden mit 4m nicht allzu groß, sodass ein Apfelbaum in fast jeden Garten passt. :)

Und auch Wildobst erfreut sich schon seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit, da diese Pflanzen nicht nur köstliche Früchte liefern, sondern auch einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten und als äußerst robust gelten. Beispiele dafür sind Holunder, die Kornelkirsche (ein echter Tausendsassa und unser liebster Geheimtipp) oder die Schwarze Apfelbeere, die auch Aroniabeere genannt wird. Auch ein Haselnusstrauch ist eine tolle Alternative für Nüsse aus dem eigenen Garten!

3. Ein Garten für Mensch und Umwelt

Ein moderner Garten ist nicht nur ein Ort der Entspannung für den Menschen, sondern auch ein Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Dabei sollte klar sein, dass ein Kiesgarten so gar nicht mehr passt. Und gleichzeitig heißt das nicht, dass der Garten sehr viel Arbeit machen muss: die Anlage von Blühstreifen beispielsweise sind eine tolle Methode, um mit wenig Aufwand etwas für die Insektenwelt zu tun. Das Aufstellen von Nistkästen oder einem Insektenhotel macht ebenfalls keine zusätzliche Arbeit, hat aber einen Mehrwert und unterstützt die Artenvielfalt in deinem Garten. Etwas Totholz in einer Ecke des Gartens ist auch super und bedeutet weniger Arbeit für dich!

Auch die gezielte Auswahl von Pflanzen kann dazu beitragen, Lebensräume für verschiedene Tierarten zu schaffen. Stauden mit vielen Blüten bieten Nahrung für Bienen und Schmetterlinge, während Sträucher und Bäume Vögeln als Nistplatz und/oder Futterquelle dienen können und mit ihren Blüten oft auch beliebt bei Bienen und Insekten sind. Schöne Ideen sind z.B. bei Sträuchern die attraktive Blutpflaume, der Teufelsstrauch, der Perlmuttstrauch, der rote Hartriegel oder auch die Kupfer-Felsenbirne, die ebenfalls als kleiner Baum wachsen kann. Auch der eben schon genannte Holunder passt hier toll -  falls du die Beeren nicht magst, freuen sich die Vögel! :) Ebenso ist vor diesem Hintergrund eine Hecke einem Zaun vorzuziehen, denn eine Hainbuchenhecke oder der Immergrüne Liguster beispielsweise bieten nicht nur guten Sichtschutz, sondern auch Nistplätze für Vögel. Die Auswahl an bienen- und vogelfreundlichen Pflanzen ist groß! :) Wenn du deinen Garten vor allem bienenfreundlich gestalten möchtest, findes du hier weitere Tipps.

 

In der modernen Gartengestaltung stehen Nachhaltigkeit, Nutzen und Naturnähe im Mittelpunkt. Indem wir unsere Gärten nach diesen Prinzipien gestalten, können wir nicht nur unseren eigenen Lebensraum verschönern, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt und zur Förderung der Artenvielfalt leisten. Wenn du Fragen zu der konkreten Auswahl der Pflanzen hast, sprich uns gerne an!

 

 

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